2019 Surf's Up

Das Musical ist nun schon seit vielen Jahren fester Bestandteil und einer der Höhepunkte in unsrem Schulalltag. Diese Tradition möchten wir natürlich auch dieses Jahr weiterführen.

Gleich zu Beginn erlebten wir die erste Überraschung: 43 Schülerinnen und Schüler haben sich dazu entschieden beim Musical mitzuwirken. Da war es gar nicht so einfach, sich auf ein Stück zu einigen, aber nach einigen Diskussionen haben wir uns schließlich für Teen Beach Movie entschieden. In dem Film geht es um zwei Surfer, die nach einem großen Sturm mitten in einem Film landen und nun versuchen, zurück in ihre eigene Welt zu gelangen. Dabei müssen sie sich verschiedenen Problemen stellen und sammeln dabei auch für ihr Leben wichtige Erkenntnisse.

Als das Stück ausgewählt war, ging die Arbeit erst richtig los. Da die Ausarbeitung eines Musicals viele verschiedene Facetten hat, haben wir uns in unterschiedliche Arbeitsgruppen aufgeteilt.

Die Textgruppe hatte vor allem zu Beginn viel Arbeit, da mit Hilfe des Films ein Drehbuch erstellt werden musste. Unsere Choreographiegruppe beschäftigt sich mit den Tänzen, die in einem Musical natürlich nicht fehlen dürfen. Damit wir auf der Bühne ein gutes Bild abgeben, kümmert sich die Kostümgruppe darum, dass wir alle etwas zum Anziehen haben, was zu der jeweiligen Rolle passt. Natürlich sollen nicht nur wir gut aussehen, sondern auch unsere Kulisse. Darum kümmert sich unsere Bühnenbildgruppe, welche von den Kunstkursen der Q1 unterstützt wird. Auch Requisiten dürfen bei einer Aufführung nicht fehlen, weshalb sich auch damit eine Gruppe beschäftigt. Des Weiteren haben wir eine Gruppe, die ein Making-Off zu unserem Musical erstellt und uns deshalb bei den Proben filmt und interviewt. Nicht zuletzt kümmert sich unsere Pressegruppe um die Öffentlichkeitsarbeit, um am Ende des Schuljahres viele Zuschauer zu den Aufführungen zu locken. Dabei werden wir von Frau Bienengräber- Killmann, Herrn Wever und Herrn Wick begleitet, die uns mit viel Engangement und starken Nerven unterstützen, wo sie können.

Dabei läuft nicht immer alles glatt und wir sind uns sicher, dass noch viel Arbeit auf uns zukommt, trotzdem haben wir ganz viel Spaß und geben alles dafür, im Juli ein weiteres tolles und erfolgreiches Musical auf die Bühne zu bringen.

Lea Janotta, Q1 (März 2019)

Inhalt des Musicals

Als Brady und Mac auf wundersame Weise in einem Film der 60-er Jahre landen, steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf.

Sie finden sich plötzlich mitten in einem großen Streit zwischen Bikern und Surfern wieder. Beide Gruppen beanspruchen das Strandlokal „Big Mommas“ für sich, welches auch bei zwei bösen Wissenschaftlern sehr begehrt ist.

Während Brady das Abenteuer genießt, ist Macks einziger Wunsch so schnell wie möglich nach Hause zu kommen

Das wird nicht einfacher, als die beiden die Handlung des Films verändern.

Jetzt müssen sie nicht nur einen Weg zurück in die Gegenwart finden, sondern auch noch dafür sorgen, dass der Film wieder seine richtige Handlung nimmt.

Wird ihnen das gelingen? Finden sie einen Weg zurück oder sind sie für immer in dem Film gefangen?

 

 

2018 The Lemonades

Die Musicalaufführungen der Q1 symbolisieren am KGN jährlich nicht nur das nahende Ende des Schuljahres, sondern auch das Ende einer gemeinsamen Zeit der Musicaldarsteller, die von vielen Höhen und Tiefen, ein bisschen Fleiß, Perfektion und Nervosität, aber auch viel Arbeit geprägt ist.

Aber von vorne… Denn ganz zu Beginn konnten wir das Alles ja noch nicht ahnen. So standen zu allererst Fragen im Raum wie: „Welches Musical wollen wir spielen?“, „Welche Rolle werde ich einnehmen?“, oder „Welche von Herrn Wevers Auflockerungsübungen werden wir heute machen?!„. Also kamen wir nach einer mehrwöchigen Such- und Abstimmungsphase zu dem Ergebnis, den Musikfilm „Lemonade Mouth“ am Ende des Schuljahres auf die Bühne des KGN  bringen zu wollen. Währenddessen begann allerdings auch eine andere Suchaktion; und zwar die der beiden alten Hasen im Musicalgeschäft, Herrn Wick und Herrn Wever, die allmählich starteten, nach potentiellen Hauptrollen zu suchen. Ein Prozess, der nicht zuletzt aufgrund des befürchteten Vorsingens, das die letzte Etappe dieser Suche zeichnete und sich als gar nicht so schlimm wie erwartet rausstellte, nicht nur für die Lehrer mit Spannung durchlaufen wurde.

Als schließlich alle Rollen vergeben waren und uns, den 24 Schülern des Kurses, verschiedene Aufgaben, die wir in Komitees früher oder später im Schuljahr zu erledigen hatten, zugeteilt wurden, wurde uns das Ausmaß der zu erbringenden Arbeit langsam bewusst. Nichtsdestotrotz blickten wir den kommenden Monaten optimistisch entgegen und freuten uns auf eine gemeinsame Zeit, in der wir etwas schaffen würden, auf das man später mit Stolz zurückblicken könne.

Von diesem Moment an, als die Blätter sich nach und nach in bunten Farben ihren Weg von den Bäumen Richtung Erde bahnten, begann ein manchmal nervenaufreibender und anstrengender, aber stets spaßiger Weg, der zwar die ein oder andere Mittagspause oder manche Nachmittage gekostet hat, auf dem es allerdings niemals langweilig wurde und jeder seine ganz eigene Berufung gefunden hat. Während die einen sich darüber gefreut haben, entgegen dem normalen Schulalltag ihre Hobbies, wie z.B. das Tanzen und das Entwickeln von Choreographieren ausleben zu können, so haben andere Schüler/innen Spaß am Organisieren gefunden und wieder andere Spaß am Schreiben des Drehbuchs und dem Verfassen neuer, ergänzender Szenen. Aber genau diese Zeit war es auch, in der man als Kurs immer näher zusammengewachsen ist, seine Horizonte erweitert hat, gelernt hat, sich mit seiner zu verkörpernden Rolle zu identifizieren, aber zur selben Zeit auch langsam nervös geworden ist. Dabei, das muss ich festhalten, gab es Zeiten, in denen die Anspannung aufgrund des Zeitdrucks größer war, und andere, in denen man mal durchatmen konnte und der Premiere optimistisch entgegensah.

Der Beginn der spannendsten, finalen Etappe unseres Jahres als „VPIP-Kurs“ wurde, als die Blätter und Blumen begannen, der Welt wieder Farbe zu verleihen, mit dem Umzug unserer wöchentlichen Kurstreffen vom Musikraum in die Sporthalle eingeleitet, in der das Musical später den Schülern und Lehrern des KGN, sowie deren Familien und Freunden präsentiert werden sollte. Auch wenn das Bühnenbild noch nicht von Anfang an vorhanden war, und wir gerade noch dabei waren, die Darstellung der einzelnen Szenen zu verbessern, sowie die Lehrer uns als Darsteller noch eine Reihe an Präsentations- und Haltungstipps gaben, die wir beherzigten, konnte es sich wohl keiner von uns verkneifen, sich schon mal vorzustellen, wie es am Ende wohl sein würde vor all den Menschen zu spielen, die uns an den drei Aufführungsterminen – hoffentlich mit Begeisterung – von der aktuell noch weitgehend leeren Tribüne zuschauen sollten.

So war es genau diese letzte Zeit, in der man sich selbst und das Musicalstück noch am meisten weiterentwickelt hat, und die, mit dem Termin der immer näher kommenden Premiere immer im Blick, wenn es nach der Meinung fast aller Beteiligten geht, mit Abstand am meisten Spaß gemacht hat. Wir waren mittlerweile ein eingeschweißtes Team, die Rollen waren klar verteilt, wir wussten, was wir noch verbessern mussten und sahen die gemeinsame Zeit auf und hinter der Bühne, die rechtzeitig und mit viel Perfektion von den beiden Kunstkursen unserer Stufe fertiggestellt wurde, nicht mehr als Schulzeit an, sondern dementgegen als einer sich dem Ende zuneigenden, tollen Zeit, in der man neben der ganzen Arbeit auch viel Zeit für seine Freunde hatte, und die wir alle genossen haben.

Als schließlich die Generalprobe stattfand und das Musical, wohl bemerkt nach einigen zeitbedingten Szenenstreichungen, zum ersten Mal in voller Länge und an einem Stück gespielt wurde, waren viele Sorgen vergessen und man hatte das Gefühl, das erreicht zu haben, was man sich zu Beginn des Schuljahres erhofft hatte: Etwas, das dem Schulalltag fremd ist, etwas, auf das man stolz sein kann, und etwas, das einige, inklusive mich, dazu gebracht hat, sich weiterzuentwickeln und über sich hinauszuwachsen. Auch wenn die letzten Monate zu großen Teilen stressig waren, wir viel Zeit investieren mussten, fertig nach Hause kamen, manchmal enttäuscht waren, es viel auswendig zu lernen gab, und wir der Premiere zu machen Zeiten eher pessimistisch, sowie sehr nervös und aufgeregt entgegensahen, so waren wir uns alle einig, dass sich das am Ende alles gelohnt hat.

Und dann war es soweit: Der Abend der Premiere, der Abend, auf den wir ein ganzes Jahr hingearbeitet haben, und den wir besonders in den letzten Wochen mit Freude erwartet haben. Nachdem wir uns alle fertig gemacht hatten und in unsere Rollen geschlüpft waren, begann die Anspannung mit dem Einlass der Gäste und dem ersten Gemurmel von der Tribüne zu steigen. Ein ganz besonderer Abend, zumal viele unserer Familienmitglieder und Mitschüler im Publikum saßen, die wir begeistern wollten. Dann ging das Licht an und  sobald der erste Satz gesagt war, fiel so gut wie alle Nervosität ab und Selbstsicherheit und großer Spaß machten sich auf und hinter der Bühne breit. 120 Minuten, die wir womöglich nie vergessen werden und die durch ein unbeschreibliches Gefühl, ausgelöst durch tobenden Applaus, zu Ende gingen. Ebenso wie die beiden darauffolgenden Aufführungen, an denen man langsam bemerkte, wie traurig man wird, wenn man bedenkt, dass sich die Zeit dem Ende zuneigt; war man doch gerade jetzt so eingespielt und sicher.

Das Musical war für uns alle eine besondere Zeit, in denen es auch in den Nebenrollen niemals langweilig wurde und in der man sich selbst verwirklichen und über sich hinauswachsen konnte. Eine Chance, das zu zeigen, was wir draufhaben, von der wir alle froh waren, sie genutzt zu haben, und eine Zeit, an die wir uns noch lange mit freudigen Gedanken zurückerinnern werden. Eine Zeit, die geprägt hat. DANKE dafür!

Til Jones – alias „Charlie“ – Q1

2017 Forever Young

Für immer jung - ein Fluch oder ein Geschenk?

Der VPIP-Kurs 2016/17 des Kopernikus – Gymnasiums Neubeckum präsentiert das Musical „Forever Young“, welches auf dem Film „Lovestruck“ basiert. Die Termine für die Vorstellungen sind für den 06.07.2017, 07.07.2017 und 10.07.2017 jeweils um 19 Uhr festgelegt. Karten sind ab dem 21.06.2017 in der Vorhalle des Kopernikus – Gymnasiums in Neubeckum täglich von 9:25 - 9:40 Uhr, 11:15 – 11:30 Uhr und am Mittwoch von 13:10 - 13:50 zum Preis von 4€ erhältlich. In dem Bühnenstück geht es um die Liebe, Freundschaft und um komplizierte Verhältnisse innerhalb der Familie. Die Star - Choreografin Harper Hutton möchte ihre Tochter Mirabella, welche die Tänzerin in einem von der Mutter choreografierten Stück ist, von einem großen Fehler abhalten. Dabei hilft ihr ein geheimnisvoller Trank, welcher Harper neue Möglichkeiten bietet, ihre Tochter vor einer falschen Entscheidung zu schützen. Der Kurs arbeitete ein Schuljahr an dem Musical. Dabei engagieren sich nun alle Schüler bei den Aufgaben, in denen ihre Talente liegen. Viele verschiedene Gruppen (Requisiten, Presse/Drehbuch, Bühnenbild und Kostüme) tragen zum Endergebnis unseres Musicals bei, da sie zusammen neue Ansätze und Ideen zur Umsetzung des Projektes entwickelten und ihren eigenen Vorstellungen mit einfließen ließen. Musical bedeutet Schauspiel, Tanz und Gesang, weshalb schauspielerische Übungen durchgeführt wurden, der Gesang trainiert wurde und Tänze choreografiert wurden. Bei der Rollenverteilung, die nach einem Vorsingen festgelegt wurde, ist positiv auffällig, dass extra Charaktere und Szenen hinzugefügt wurden, damit jeder Schüler die Chance bekommt sich zu präsentieren. Erste Einblicke in das Musical konnten die Zuschauer des Aktivfestes in Neubeckum, des Talentabends der Q2, des Bunten Abends und der Entlassfeier der jetzigen Abiturientia am Kopernikus – Gymnasium in Neubeckum machen. Es war aufwändig das vorhandene Endprodukt zu gestalten, aber der VPIP Unterricht schweißte den Kurs zusammen und verlangte mehr als nur Leistungen, sondern Spaß, Hilfsbereitschaft, Organisationstalent und Leidenschaft.
Überzeugen Sie sich selbst!

Sabrina Pforth, Q1

Die Glocke, 11.7.2017

2016 We Rock

„We Rock“ erzählt eine Geschichte, die bisher noch nie verschriftlicht oder in irgendeiner Weise aufgeführt wurde. Von Anfang an war also klar, dass es ein Projekt wird, das uns alle vor Schwierigkeiten stellen könnte, vor allem Herrn Wick und Herrn Wever. Wir sollten Recht behalten.

Die Anfangszeit verlief zunächst entspannt. Jeder ließ seine Vorschläge verlautbaren und man einigte sich schließlich auf den Disneyfilm Camp Rock, der als - natürlich nur ungefähre - Vorlage für unser Musical „We Rock“ dienen sollte. Wer will schon Stress mit Disney? Jedenfalls war den meisten männlichen Mitgliedern unseres Kurses (von denen es in jenem Jahr sogar unüblich viele gab) dieser Film gänzlich unbekannt, jedoch gab sich jeder mit der Wahl zufrieden, auch wenn die kitschige Note natürlich nicht zu übersehen war. Daraufhin gab es dann das erste Vorsingen vor Herrn Wick. Ausnahmslos jeder musste singen. Warum von uns bis zu diesem Zeitpunkt noch niemand einen Platinsong auf den Markt gebracht hatte, war natürlich die vorherrschende Frage, die sich unsere Musiklehrer stellten. Gesangsmäßig waren wir jedoch wirklich sehr gut aufgestellt und so mussten „DJ Wev“ und Herr Wick die schwierigen Rollenentscheidungen treffen. Die Verteilung lief aber unkompliziert, sodass jeder mit seiner Rolle zufrieden war, was Gesangs- und Sprechanteile anging.

Um in allen wichtigen Bereichen für das Musical voranzukommen, entschied man sich dann dazu, Gruppen zu bilden, die für die verschiedenen Aufgabenfelder zuständig waren. Die Choreographie-Gruppe fokussierte sich natürlich auf die Tänze und darauf, dass diese auch für die Masse tanzbar waren. Die Requisiten mussten ebenfalls gekauft, genäht oder gebastelt und dann auch passend eingesetzt werden. Zudem musste natürlich auch das Drehbuch geschrieben werden, was sich als ziemliche Herausforderung herausstellte, da man natürlich nur den Film als Vorlage hatte. Die Struktur war also gegeben, was aber bei einigen fehlte, war die richtige Arbeitsmoral. Es war für viele eben „nur“ ein Projektkurs ohne Klausuren, Hausaufgaben etc. Durch diese Mentalität wurde es natürlich nicht einfacher und vor allem unsere Lehrer fragten sich schon nach kurzer Zeit: Wird aus „We Rock“ etwa „Wehaveno Bock“?

Als wir dann endlich alle das Drehbuch in den Händen hielten, wurde jedem und besonders den Hauptrollen bewusst, wie viel Text noch zu lernen war. Erst jetzt konnte systematisch geprobt werden. So wurden aus anfänglichem Ablesen und zaghaften Gesten frei vorgetragene Worte, die immer sicherer gesprochen wurden und die jedem immer leichter über die Lippen kamen. Bald herrschte ein allgemeines Gespür dafür, wo im Stück wir uns befanden und immer häufiger steuerten Einzelne Ideen bei, wie man etwas auf der Bühne besser umsetzen könnte. Natürlich waren wir noch Meilen weit davon entfernt die geplanten Vorstellungen zu rocken. Nicht nur ein Mal wurde Herr Wick von uns zur Weißglut getrieben und nicht nur ein Mal durften wir uns schwerwiegende Kritik anhören, allem voran, dass uns die nötige Ernsthaftigkeit fehle. Bis Ende Juni sei ja noch eine Menge Zeit, sagten wir uns immer wieder. Dabei verflog die Zeit unheimlich schnell und Fehler waren nicht mehr so leicht zu entschuldigen. Wir brauchten Extrastunden um alle Tänze einzustudieren und als die Kulissen schließlich in der Halle standen und es doch ernst zu werden schien, lief es alles andere als reibungslos. Wir brauchten zu lange um die Bühne umzubauen, Requisiten fehlten und dann fielen auch noch plötzlich einige Darsteller aufgrund von Verletzungen aus. Zu unserem großen Glück erholten diese sich jedoch schnell wieder. Kurz vor knapp verkündete uns Herr Wick dann auch noch, das Stück sei in seiner Gesamtheit zu lang. Drei Szenen wurden gestrichen und wir wurden stärker als zuvor zur Eile angetrieben. Es musste sogar noch nach der eigentlichen Generalprobe, die alles andere als gut lief, eine Sonder-Generalprobe angesetzt werden. Und das auch noch einen Tag vor der Premiere.

Zum Glück kehrte jetzt auch bei den letzten Darstellern die nötige Ernsthaftigkeit ein und wir hatten endlich das Gefühl, dass wir doch am nächsten Tag etwas Herzeigbares aufführen könnten.
Und dann war er da, der große Tag. Es war der 30.06.2016, der Tag der Premiere.

Hier betraten die Jungs, wie bereits bei der Auswahl des Films, Neuland. Denn auch die Jungs mussten geschminkt und frisiert werden, um auf der Bühne gut auszusehen. Ein Hauch von Hektik lag über der Halle, als es plötzlich hieß: „In fünf Minuten ist Einlass, dann gehen die Lichter aus!“ Jeder suchte noch seine Kleidungsstücke oder Requisiten, oder was sonst von Bedeutung war, zusammen und dann traf sich die ganze Mannschaft mit den Lehrern in einem leeren Hallentrakt, um sich noch einmal so richtig motivieren zu lassen. Dann war es soweit. Alle Lichter gingen aus, das Publikum war da, und Herr Wick trat als erster auf die Bühne, um das Publikum zu begrüßen. Währenddessen versammelten wir uns hinter der Bühne um uns, gut hörbar, mit dem sogenannten „Iceland-Clap“ ein letztes Mal Mut zu machen.

Als es dann endlich losging, trat genau das ein, was wir uns das ganze Jahr über gewünscht hatten. Wir wurden zu unseren Charakteren. Und abschließend lässt sich feststellen, dass aus „Wehaveno Bock“ am Ende doch „We Rock“ wurde!

Julius Wolf, Q1

2015 Walking on Sunshine!

Walking on sunshine: Ein Motto. Ein Lebenstraum. Unser Musical!

Zugegeben, zu Beginn unseres Musicaljahres 2014/2015 war nicht alles sonnig, denn wie bei jedem großen Projekt gab es auch bei uns so einige Startschwierigkeiten. Diese begannen bereits beim Schreiben des Drehbuchs, das normalerweise am Anfang einer solchen Geschichte stehen sollte. Stattdessen starteten wir mit choreographischen und gesanglichen Übungen in das Jahr, da der Film "Walking on sunshine" erst im Herbst in englischer Sprache erscheinen sollte. Im Nachhinein müssen wir zugeben, dass sich die Verzögerung nur als Vorteil erwiesen hat. Denn zu Fertigstellung des Drehbuchs hatten wir bereits einige der wichtigsten Tänze einstudiert und auch im gesanglichen Bereich Fortschritte gemacht. Durch neu entdeckte Talente, regelmäßiges Proben und steigende Leidenschaft entwickelte sich unser Stück langsam zu einem präsentablen Musical. Und als dann das zum ersten Mal das Bühnenbild aufgebaut war und die Requisiten hinter der Bühne Chaos verbreiteten, gab es kein Zurück mehr - wir mussten nicht nur gut sein, wir wollten perfekt sein!

Vor der ersten Aufführung am 16. Juni waren wir mehr als aufgeregt. Die Frisuren brauchten viel zu lange, die Haupt- und Nebenrollen zitterten vor Anspannung und Herr Wick... nun ja... Herr Wick war von uns allen das größte Nervenbündel. Doch während sich der Zuschauerraum nach und nach füllte und uns nur noch das Bühnenbild und ein paar Sekunden vom Kontakt mit den knapp 200 Zuschauern trennten, sprach Herr Wick uns Mut zu und aus Nervosität wurde Professionalität.

Zur Aufführung waren viele unserer Verwandten und Freunde gekommen und sowohl jung als auch alt ließen sich von den Hits der 80er-Jahre, den vielseitigen Tänzen, dem wunderbaren Gesang und der spannenden Geschichte verzaubern. Der Sommer, den "Walking on sunshine" versprühte, schien auf einmal ganz nah. Zum Glück verlief die Premiere trotz aller Aufregung ohne große Pannen und auch die folgenden beiden Aufführungen waren ein voller Erfolg.

Abschließend können wir sagen, dass uns das Musical ein spannendes, aufregendes und faszinierendes Jahr beschert hat, aus dem wir tolle, neue Erfahrungen und schöne Erinnerungen mitnehmen. Dafür bedanken wir uns besonders bei unseren beiden Lehrern Herrn Wever und Herrn Wick, die sich mit Feuereifer für uns eingesetzt haben und uns viel beigebracht haben. Und so heißt es für uns auf unserem weiteren Weg immer wieder in Gedanken: Walking on sunshine!

Talin Pahlenkemper, Jana Aufderheide, Q2


Die Glocke, 24.6.2015

2014 Pitch Perfect

Das Licht geht wieder an. Das Publikum klatscht. Arm in Arm und außer Atem stehen alle gemeinsam vorne. Überglücklich, dass sie es geschafft haben, dass es keine Texthänger gab und dass es dem Publikum gefallen hat. Aber vor allem: Glücklich dabei gewesen, ein Teil des Musicals „Pitch Perfect“ gewesen zu sein.

Doch bis dieser Moment erreicht war, war es ein langer Weg: Angefangen direkt nach den Sommerferien 2013 an einem Mittwochnachmittag. Dieser Termin sollte im Jahresverlauf zu einer regelmäßigen Theaterprobe werden. Hier trafen sich zum ersten Mal die Schülerinnen und Schüler der damaligen Q1 (jetzt Q2), die den instrumentalpraktischen und vokalpraktischen Kurs (VPIP), in dem traditionell jedes Jahr ein Musical auf die Beine gestellt wird, statt dem Kunst- oder Musikkurs gewählt haben. Doch bevor es an das Proben für das Musical ging, musste erstmal eines ausgewählt werden; abgestimmt wurde am Ende für den amerikanischen Highschool-Film „Pitch Perfect“. Nun mussten nach einer Gesangsprobe noch die Rollen verteilt werden und dann: proben?

Nein, so schnell ging es dann doch nicht. Was am Ende ca. eineinhalb Stunden dauern sollte, brauchte wirklich das ganze Jahr Zeit an Vorbereitung, denn zunächst musste ein Textbuch geschrieben, angepasst und die Choreographien geändert werden. Am Anfang wurde alles noch recht entspannt gesehen, doch zum Ende wurde dann doch die Zeit knapp. Ganze Nachmittage bis abends und Feiertage in der Schule waren die Konsequenz, es wurde geprobt, geprobt …

Bis zu dem Moment, an dem alle Strapazen vergessen sind. An dem man glücklich vor dem klatschenden Publikum steht und sich freut, diesen VPIP-Kurs gewählt zu haben. Die Erfahrung auf der Bühne nämlich kann einem jetzt keiner mehr nehmen.

Julie Klose, Q2

2012 Mamma Mia

Ein Sommer in den 70er-Jahren

Mamma- Mia; Mamma –Mia;  Mamma, Mamma, Mamma- Mia Mia Mia, Whooo!

So starteten  wir, der vokal-und instrumentalpraktische Kurs der Jahrgangsstufe 2012, in unsere vier Aufführungen Ende Juni/Anfang Juli 2012. Doch bis wir unsere Texte auswendig sprechen und unsere Rollen spielen konnten, war ein Jahr harter Arbeit vergangen.

Alles begann im Sommer 2011, gleich nach den Sommerferien. Unser großer Kurs von 36 Leuten traf sich im Musikraum und stimmte über das Musical ab, welches gespielt werden sollte. Zusätzlich testeten Herr Hoer, Herr Wick und Herr Wever unsere Stimmen, um sie einer Stimmlage zuzuordnen. Man unterscheidet zwischen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Es war teilweise erstaunlich, was hier für Zuordnungen getroffen wurden, denn einige Leute hätte man eher in die Kategorie „Alt“ eingestuft, stattdessen trafen sie, unter anderem Sarah Bergmann, die höchsten Töne der Tonleiter, sodass Herr Hoer begeistert meinte: „Du bist die Königin der Nacht“.

Gerade am Anfang konnte man sich überhaupt nicht vorstellen, vor einem großen Publikum zu spielen. Wir waren Amateure  und glaubten nicht, die Fähigkeit zu haben, am Ende des Jahres auf der Bühne zu stehen, zu tanzen, zu singen und zu schauspielern. Da unser Musical aus 17 Liedern bestand, hatten wir viel einzuüben, doch der Unterricht machte uns immer eine Menge Spaß, denn man konnte frei entscheiden, woran man arbeiten wollte. Einige sangen zusammen,  andere übten auf ihren Instrumenten, wieder andere dachten über Tanzchoreografien, Kostüme und Requisiten nach. Als die bemalten Leinwände von Frau Keupers Kunstkurs nach den Osterferien in der Turnhalle bereitstanden, ging es für uns los, in der Turnhalle zu proben. Weil die Zeit immer knapper wurde, trafen wir uns auch sonntags von 11.00-17.00 Uhr und übten sechs Stunden für unser Musical. Gerade die Hauptrollen hatten einiges auswendig zu lernen,deshalb  kam es vor, dass man vom Unterricht freigestellt wurde, um in der Turnhalle zu üben.

Dann wurde es ernst. Die Generalprobe verlief, wie es auch nicht anders zu erwarten war, mehr als schlecht. Die Mikrofone funktionierten teilweise nicht und die Hauptrollen trafen keine Töne. Herr Wick, der übrigens zum ersten Mal ein Musical an unserer Schule geleitet hat, betete, dass es am nächsten Tag besser werden würde. Seine Gebete wurden erhört. Trotz großer Aufregung brachte unsere erste Besetzung die Menge zum Jubeln.

Wir freuten uns auf drei weitere Aufführungen und waren jedesmal aufgeregt. Doch auch die zweite Besetzung machte ihren Job hervorragend. Man kann dieses Gefühl nur schwer beschreiben, wenn die Turnhalle dunkel ist,man selber im Scheinwerferlicht steht, das Publikum mucksmäuschen still ist und die ganze Aufmerksamkeit auf das Schauspiel bzw. den Gesang von einem selbst gerichtet ist. Dieses Gefühl entwickelt sich zu einer Glückseligkeit und zu einem Stolz, wenn der ganze Saal begeistert applaudiert. Solche Momente gibt es nur selten, und wir sind alle sehr dankbar, dass wir sie erleben durften. Glücklich sind wir auch darüber, dass aus einem bunt zusammengesetzten Kurs, in dem viele einander fremd waren, eine Gemeinschaft wurde, welche ein großes Musical auf die Beine stellt. Während unserer Aufführungen war es immer sehr hektisch, denn man musste sich innerhalb weniger Minuten umziehen, nachschminken und das Mikrofon abgeben. Hier war man für jede helfende Hand dankbar. Dem Publikum fallen wahrscheinlich am meisten die Hauptrollen auf, doch das bedeutet nicht, dass die anderen Schauspieler nicht wichtig sind, ganz im Gegenteil. In einer Theatergemeinschaft ist jedes einzelne Glied wichtig. Und genau das habe ich in meinem vokal-und instrumentalpraktischen Kurs gelernt.

Ich finde, jeder sollte so eine Erfahrung machen dürfen, und hoffe, dass unsere nächste Musicalgruppe genau solche Erfahrungen machen kann wie wir.
         
Anna Bach Schamanajew, 13