Am Montag, den 24. Mai 04, haben wir, die 7a, 7b und 7c mit unseren Geschichtslehrern (Frau Wehmschulte, Herr Krebs und Herr Schriek) eine mutige Zeitreise ins Mittelalter gewagt. Mit unserer Zeitmaschine, genannt „Bus“, die uns um 8 Uhr an der Raumstation, genannt „Schule“, abgeholt hat, sind wir dann nach Soest abgehoben...

Dort haben die drei Stadtführerinnen schon auf uns gewartet. Jede Klasse ist mit einer Führerin mitgegangen. Nachdem wir in dem letzten erhaltenden Stadttor waren (das Osthofentor), wo jetzt auch ein Museum ist, hat sie uns typische Merkmale einer mittelalterlichen Stadt gezeigt: Kaufmannshäuser/ Fachwerkhäuser, den wagenradförmigen Stadtaufbau, das Kopfsteinpflaster, Wappen, die Stadtmauer, den gotischen und romanischen Baustil, den Markplatz, Kirchen u. a. m.
Als wir auf dem Marktplatz waren, haben wir am 1713 erbauten Rathaus ein Wappen gesehen, auf dem zwei Männer eine Schüssel halten. Es soll ein Symbol der Gerechtigkeit sein.
 
Danach sind wir zu einem großen Teich gegangen, der im Mittelalter zum Waschen, Trinken und zur Salzentnahme gedient hat. Aber auch als Wasserantrieb  für ein rechtsdrehendes Mühlenrad. An dem Teich gibt es auch eine sogenannte „Wippe“. Sie war dafür da, Verbrecher zu foltern, das heißt, wenn es zum Beispiel einen Einbruch gab und ein Täter nicht zugeben wollte, dass er den Einbruch begangen hatte, haben ein paar Leute die Person auf die Wippe gesetzt. Da die Wippe fast im Wasser stand, konnten die Leute die Person auf der Wippe so lange ins Wasser eintauchen, bis sie zugab, dass sie das Verbrechen begangen hat. Der Park, in dem der Teich liegt, ist ab 1949 nach dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss benannt worden.

 
 
Als wir den Besuch beim Teich abgeschlossen hatten, sind wir zur Wiesenkirche gegangen. Sie ist im Stil der Gotik gebaut, das heißt sie hat spitze Bögen, keine Osttürme, reichlich Figurenschmuck und so weiter. Auf einem der Kirchenfenster ist das sogenannte „ Westfälische Abendmahl “ dargestellt. Jesus und seine Jünger essen Schweinskopf, Pumpernickel, westfälischen Schinken und trinken Bier und Schnaps, typisch westfälisch also. Als die Führung zuende war, konnten wir selbst in kleinen Gruppen die mittelalterliche Stadt erkunden, wobei wir einen Fragebogen ausfüllen sollten. In dem Bogen wurden Fragen gestellt wie zum Beispiel: “Wann wurde das Rathaus gebaut? “ (s.o.)
 
Dann war unsere Zeitreise auch schon vorbei. Denn um ungefähr 13 Uhr hat unsere Zeitmaschine schon darauf gewartet, uns wieder ins 21. Jahrhundert zu bringen.
 
Der Ausflug war interessant und hat viel Spaß gemacht.         
 
Gruppe: Franziska (Autorin), Denise, Jasmin, Theresa, Sarah und Svenja, 7b
Schuljahr 2003/2004