Der gebürtige Oelder Frank Westermann-Tinney hat am Donnerstagabend in der Stadtbücherei seinen Fantasy- Roman „Der Ruf der Seele – Auf den Spuren eines Clans” vorgestellt. Dieser handelt von einem jungen Mann, der heraus aus seiner bisherigen Umgebung, der modernen Gesellschaft, in eine sehr alte Welt, der Welt der Kelten, gelangen will.

Fünf Jahre hat Westermann- Tinney an seinem Roman geschrieben, der im Mai 2005 vom Bod-Verlag herausgegeben wurde. Seine Idee für das Buch bekam er durch einen Urlaub mit Freunden in Irland kurz nach seinem Abitur am Kopernikus-Gymnasium in Neubeckum, nachdem er zunächst die Realschule Oelde besucht hatte.

Dort lernte er bei seinem fünfwöchigen Aufenthalt die Kultur der Kelten lernen und schätzen. Er entwickelte letztlich eine große Faszination für dieses Land, weshalb er auch häufig dorthin zurückkehrte und zwischenzeitlich weitere Erfahrungen mitnehmen konnte.

Westermann-Tinney las mehrere Textstellen, um dem Zuhörer einen Einblick in das Buch zu geben. Nach jedem Abschnitt erklärte er die Zusammenhänge und beantwortete Fragen des kleinen, aber aufmerksamen Publikums.


Bild: Unter den kritischen Augen von Marcel Reich-Ranicki hat am Donnerstagabend der gebürtige Oelder Frank Westermann-Tinney in der Oelder Stadtbücherei aus seinem Buch „Der Ruf der Seele“ vorgelesen.

In dem Roman geht es um den jungen Mann Will, der sich in der modernen Zeit nicht wohl fühlt und sich auf für ihn zunächst unerklärliche Weise zu irgendetwas anderem hingezogen fühlt. Als er durch einen Gott schließlich zu den Kelten geführt und von diesen aufgenommen wird, scheint sein Glück perfekt. Er heiratet die Tochter des Häuptlings, was ihm gleichzeitig die Herrschaftsnachfolge im Clan der Kelten sichert. Dieses bringt aber auch viele Neider mit sich, sodass Will sich immer neuen Intrigen stellen muss. Das Ende des Romans ließ Westermann-Tinney offen, um sich die Option auf eine Fortsetzung zu wahren.

„Ich finde den Autor sehr sympathisch und das Buch ist wirklich sehr fantasievoll geschrieben”, sagte Johanna Mellage nach der Lesung. Marie-Theres Krupp meinte in dem Buch „zwei Geschichten in einer“ erkannt zu haben – die der Kelten und die des jungen Will.

„Vielen geht es im Leben nur um die Karriere, doch ich glaube, dass es auch noch andere Dinge gibt, die wichtig sind, wie hier in meinem Buch die Freude an der Schönheit der Natur“, so der Autor.

Text und Bild: Die Glocke vom 1.4.2006