Liebe Schulgemeinschaft,

am heutigen Donnerstag sind nun die ersten Schülerinnen und Schüler wieder da, worüber wir sehr froh sind. Dieses Stück Normalität in "unnormaler Infrastruktur" und "unnormalen Lebensbedingungen" mit all den Sorgen und Nöten ist m. E.  trotz aller Diskussion über den Zeitpunkt für uns alle sehr wichtig.
Der Start heute konnte nur deswegen so gut gelingen, weil viele Kolleginnen und Kollegen und vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trägers der unterschiedlichen Arbeitsbereiche zusammen mit weiteren Handwerksbetrieben sehr gut koordiniert die Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Besonders groß war dann heute morgen die Freude darüber, dass außer Reinigungs-  auch ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen.
Herzlichen Dank für diesen extrem kurzfristigen so erfolgreichen Einsatz an alle Beteiligten!

Jetzt gilt es, diesen Start in eine weitere erfolgreiche Phase zu überführen, so dass dann unsere Abiturientinnen und Abiturienten erfolgreich ihre Prüfungen ablegen können.

Bei den Rückmeldungen aus den Elternhäusern gibt es auch Nachfragen, die sich auf die Ausgestaltung des "Lernens auf Distanz" beziehen.
Dazu möchte ich anmerken, dass die Schule nach der Schulschließung zunächst die digitale Kontaktaufnahme organisieren musste. Anders als vielleicht erwartet, ist es nicht unbedingt üblich, dass gültige und genutzte E-Mailadressen von den Elternhäusern vorliegen. E-Mail ist oft nicht mehr das Mittel der Wahl. Auch gibt es im öffentlichen System Schule keine syncronisierten E-Mailverteiler, so dass die Kolleginnen und Kollegen so etwas auch auf ihr Home-Office übertragen können. Hinzu kommt diesbezüglich noch die völlig unterschiedlichen Zugangsbetriebsweisen im lediglich rein privat zur Verfügung stehenden Computerequipment.
Das größte technische Problem liegt leider in dem Fehlen von genehmigten Tools wie einem Videokonferenzsystem oder einem Chat. Auch ist die Ausstattung der Elternhäuser sehr unterschiedlich, so dass im Moment nur das reine E-Mailen übrig bleibt. Geschickte Dateien von Schülern sind manchmal sehr groß, was die Speicherkapazitä vieler E-Mailfächer sprengt. Zudem gibt es keine elektronischen Schulbücher, elektronische Kopien stehen rechtlich nur eingeschränkt zur Verfügung. Die digitale Welt, die uns die Presse zeigt, gibt es leider auch bei uns wie in den meisten anderen öffentlichen Schulen nicht.
Wir werden nicht nachlassen und im Rahmen unserer Möglichkeiten als Schule unsere Schülerinnen und Schüler möglichst gut durch diese schwierige Zeit bringen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ute Bienengräber-Killmann