Neubeckum (himm). Ein Kind sitzt mit blutender Nase apathisch auf der Schulhofbank. Viel Blut zu sehen, schockt einstweilen. 26 von 60 interessierten Schülern des Kopernikus-Gymnasiums Neubeckum werden schon bald mit dieser und vielen anderen Situationen rund um das Unfallgeschehen oder Erkrankungen umgehen können.

Auf eigenen Wunsch und mit Unterstützung der Schulleitung ist eine Kooperation mit dem DRK Neubeckum zustande gekommen. In acht mal 90 Minuten werden sich Siebtklässler, Vertreter der SV und ein Mädchen aus der sechsten Klasse abwechselnd je nach Dienst als Rettungsassistent von Dirk Kaldewei und Guido Glimski zu Schulsanitätern ausbilden lassen. „Dieses Projekt soll jedes Jahr stattfinden“, erklärte Biologielehrerin Caroline Clobes dazu. Die Gesundheitsbeauftragte der Schule ist auch Ansprechpartnerin für alle Teilnehmer und wird stets über alle Vorkommnisse informiert.

Aus einem Pool von rund 25 ausgebildeten Ersthelfern wird dann ein verlässlicher Pausendienst rekrutiert. Schulveranstaltungen sollen zudem betreut werden. Wie Notrufe abgesetzt werden, darüber klärte Dirk Kaldewei seine „Lehrlinge“ bereits am Montagmittag auf. Dass Durchsetzungsvermögen und psychologisches Talent gefragt sind, wurde den Schülern deutlich gemacht. Über das Geschehene zu schweigen sei oberste Pflicht, lernten sie. Der freiwillige Dienst an ihren Mitschülern wird kein Zuckerschlecken, jedoch mit einem Eintrag im Zeugnis belohnt. Und auch für angehende Studenten im Gesundheitswesen ist die Teilnahme von Bedeutung, betonte Caroline Clobes.


Sie wollen Schulsanitäter werden und sich in den Dienst ihrer Mitschüler stellen. Unter Anleitung von Rettungsassistent Dirk Kaldewei (vorne 5.v.r.) und Biologielehrerin Caroline Clobes (oben 2.v.r.) werden 26 Siebtklässler, Vertreter der SV und ein Mädchen aus der sechsten Klasse des Kopernikus-Gymnasiums zu kompetenten Ersthelfern mit ausgebildet. Gestern versammelte sich die Gruppe zum ersten Mal am Nachmittag.

Bild und Text: Himmel, Die Glocke, 19.02.2013