Die Gedenkstättenfahrt nach Polen richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Geschichtskurse in der Q1. Ziel der Fahrt ist die Stadt Krakau, wo die Gruppe in einem zentral gelegenen Hostel untergebracht ist.
In Polen soll es einerseits um die Konfrontation mit dem Holocaust gehen, da die Führung durch das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau einen zentralen Punkt der Fahrt darstellt. Auf der anderen Seite sollen die Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit haben, Spuren jüdischen Lebens zu erforschen, um einen Eindruck davon zu erhalten wie fest dieses in Europa verankert ist.
Um den fünftägigen Aufenthalt in Polen optimal nutzen zu können, fliegen die Schülerinnen und Schüler nach Krakau, wo sie bereits am ersten Tag die Altstadt und den Wawel als Weltkulturerbe der UNESCO besichtigen. Der zweite Tag findet dann komplett im jüdischen Viertel statt. Das im Stadtteil Kazimierz gelegene Viertel war früher eine eigenständige Stadt. Bestandteile der Führung durch das Viertel sind hier vor allem die Erkundung der Synagogen. Nach dem Eindruck dieser reichhaltigen jüdischen Kultur soll eine Erkundung des Ghettos Podgorze zeigen, wie diese in nur wenigen Jahren verdrängt wurde. Ein zentraler Punkt hier ist sicher die Führung durch das im Juni 2010 eröffnete Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers (Schindlers Liste). Am dritten Tag haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit mit einem Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und so Erfahrungen mit dem Holocaust zu machen, die ein vollkommen anderes Herangehen an dieses Thema ermöglichen. Das Gespräch findet im Galicia Jewish Museum statt, welches die Gruppe im Anschluss besichtigt. Die Fahrt nach Auschwitz erfolgt am folgenden Tag, den die Schülerinnen und Schüler komplett damit verbringen, alle Bereiche des Lagers im Rahmen einer Führung zu erforschen. Am fünften Tag erfolgt die Heimreise.
Unterstützt wird die Fahrt durch die Stiftungen „Erinnern ermöglichen“, die „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ und die „Brost-Stiftung.“ Dazu gehört, dass die Erlebnisse dieser Fahrt in einer Dokumentation gebündelt werden. Hierzu treffen sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld der Fahrt, um die Dokumentation zu planen. Thematisch wird die Fahrt ebenfalls in vorbereitenden Sitzungen, aber auch im Rahmen des Geschichtsunterrichts begleitet.

Christian Oldiges, Fachlehrer für Geschichte, Religion und Mathematik