Chöre und Instrumentalisten mit imponierender Gesamtleistung

Das tschechoslowakisches Adventslied "Seht, die gute Zeit ist nah!", gespielt vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Neubeckum, bildete am Sonntag, dem 2. Advent, den Auftakt zu einem wahren Festival der schönen Klänge. Bis auf den letzten Stehplatz besetzten Musikliebhaber aller Beckumer Ortsteile die stimmungsvoll geschmückte Pfarrkirche St. Joseph, die sich in einen riesigen Konzertsaal verwandelt hatte...

Sich aus dem irdischen Trubel in die Welt der himmlischen Gesänge und göttlichen Musik entführen zu lassen und auf Weihnachten einzustimmen, dazu forderte Pfarrer Thomas Schulz bei seiner Begrüßung alle Gäste auf.

Bei ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit bot dann das Streicher- Ensemble des Kopernikus-Gymnasiums eine beachtliche Leistung. Die Kinder des 6. Schuljahres, die sich erst ein Jahr an Geige, Celli und Bässen versuchen, "summten" nun mit ihren schwierigen Instrumenten zunächst das getragene Lied "Es kommt ein Schiff geladen", um sich dann bei "Josef, lieber Josef mein" unter Begleitung von Oberstudienrat Erich Hoer, am Klavier, noch einmal zu steigern.

Ein ganz anderes "Vater unser" ließ der Cäciliechor St. Joseph im Anschluss erklingen . Das von Gotthilf Fischer vertonte Gebet mit teilweise volksliedhaftem Charakter, ließ das ganze Können der Sänger mit ihren unterschiedlichen Stimmlagen zu voller Geltung kommen. Mit dem Choral "Wie soll ich dich empfangen?" aus dem Jahre 1653 stellte der evangelische Kirchenchor die musikalische Frage nach dem Umgang mit der Erinnerung an die Geburt des Heilands.

Alle Freunde zarter Flötentöne erlebten bei Händels "Tochter Zion", gespielt vom der Instrumentalgruppe des Kopernikus Gymnasiums und dem "Largo" der Flötengruppe St. Joseph einen weiteren Höhepunkt im musikalischen Programm.

Die Singgemeinschaft Beckum brachte dann mit ihrem Spiritual "Hör den Ruf der Freude" so richtig Stimmung in den Konzertsaal Kirche. Nur das "Adiemus" von Jenkins, gemeinsam gesungen vom Männerchor Neubeckum und dem Schoenefeldtchor, schien die Gefühle des Publikums noch mehr anzusprechen. Dieser Song, ursprünglich geschrieben für die Werbekampagne einer Fluggesellschaft, übertraf in seiner Wiedergabe die Originalversion und bildete durch die Wirkung des imponierenden Klangkörpers zweier Chöre einen Höhepunkt des Konzertprogramms.

Ein nicht enden wollender Applaus war der Dank des Publikums an die Akteure. Mit der Bitte "Gib uns Freude im Advent und sei uns auch diesmal gnädig, in einer Zeit von Korruption und Eigennutz," setzte Pastor Neugebauer in seiner Lesung den besinnlichen Schlusspunkt der überaus gelungenen Musikveranstaltung. 

Quelle: "Die Glocke" vom 7.12.2004
Autorin: Frau Himmel
Schuljahr 2004/2005